Rückgabe an den Vermieter
Wohnungsauflösung in Augsburg
Bei einer Wohnungsauflösung ist nicht die Menge der Taktgeber, sondern ein Datum: der Tag, an dem die Wohnung an Vermieter oder Nachmieter zurückgeht. Wir planen von diesem Termin rückwärts, räumen vollständig, geben besenrein ab und sind bei der Übergabe erreichbar, falls noch etwas fehlt. Vollständig heißt dabei auch Keller, Speicher und Stellplatz im Hof.
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Der Übergabetermin bestimmt den Ablauf, nicht umgekehrt
Keller, Speicher und Stellplatz gehören zur Wohnung
Zählerstände werden abgelesen, notiert und fotografiert
Der Termin ist die eigentliche Aufgabe
Wer eine Wohnung gekündigt hat, hat ein festes Datum, an dem der Schlüssel zurückgeht. Alles andere richtet sich danach. Wir fragen im ersten Gespräch deshalb nicht zuerst nach der Zimmerzahl, sondern nach diesem Tag, und rechnen von dort zurück: Räumtag, Puffertag, Übergabe. Der Puffertag ist der wichtigste von den drei.
Ohne Puffer wird jede Kleinigkeit zum Problem. Ein verklebter Teppichboden, der sich nicht in einem Stück löst, kostet einen halben Tag. Fällt das am Morgen des Übergabetermins auf, steht der Vermieter in der leeren Wohnung und notiert einen Mangel. Mit einem Tag Abstand wird aus derselben Sache eine Randnotiz.
Eng wird es vor allem zum Monatsersten. In Augsburg ziehen zum Semesterbeginn viele gleichzeitig um, und Ende September wie Ende März sind die Kalender dicht. Wer in diesen Wochen räumen muss, sollte drei bis vier Wochen vorher anfragen; mitten im Monat genügt meist eine Woche.
Was besenrein bedeutet und was nicht
Besenrein heißt: nichts steht mehr in der Wohnung, der Boden ist gefegt, Rückstände sind weg. Es heißt nicht gestrichen, nicht geputzt, nicht gespachtelt. Diese Arbeiten sind getrennt zu beauftragen und sollten geklärt sein, bevor jemand mit dem Räumen anfängt, weil sie den Zeitplan um Tage verschieben können.
Streit bei der Übergabe entsteht fast immer an denselben drei Stellen: Dübellöcher, verklebter Teppichboden und Einbauten, die ein Vormieter zurückgelassen hat und die nun Ihnen zugerechnet werden. Sehen Sie in den Mietvertrag, bevor wir kommen. Was dort verlangt wird, nehmen wir als eigene Zeile ins Angebot auf.
Was zur Rückgabe gehört und einzeln zu klären ist
- Dübel ziehen und die Löcher verschließen
- Teppichboden lösen, verklebt deutlich aufwendiger als lose verlegt
- Lampen abnehmen, Deckenauslässe mit Klemme sichern
- Gardinenstangen, Regalschienen, Spiegel und Haken entfernen
- Einbauküche abbauen, sofern sie Ihnen gehört und mitgeht
- Keller, Speicher und Stellplatz leeren, sie stehen im Mietvertrag
Der Ablauf bis zur Schlüsselübergabe
Der Weg ist bei fast jeder Rückgabe derselbe, und er lässt sich in sechs Schritte legen. Was sich unterscheidet, ist der Abstand zwischen ihnen: Bei vier Wochen Vorlauf liegt alles bequem auseinander, bei acht Tagen schieben wir Aufmaß und Räumtag zusammen und arbeiten mit mehr Kräften gleichzeitig.
Zwei Dinge gehen bei diesem Ablauf am häufigsten unter. Das eine sind die Zähler für Strom, Gas und Wasser, die am Räumtag abgelesen und fotografiert werden sollten, bevor die Wohnung leer und abgeschlossen ist. Das andere ist der Nachsendeauftrag, der Wochen später noch Post rettet.
Sechs Schritte, vom Datum bis zum Protokoll
- Übergabetermin nennen. Von diesem Datum aus wird alles andere geplant.
- Aufmaß in der Wohnung, einschließlich Keller und Speicher. Dabei wird markiert, was Ihnen gehört und mitgeht.
- Angebot schriftlich, mit getrennten Zeilen für Räumgut, Teppich, Dübel und Entsorgung nach Fraktion.
- Räumtag. Wohnung, Nebenräume und Stellplatz werden geleert, Unterlagen beiseitegelegt und Ihnen übergeben.
- Fegen, Zähler ablesen, Stände mit Datum notieren und fotografieren.
- Puffertag für Nacharbeiten, danach die Übergabe mit Protokoll und beiden Schlüsselsätzen.
Nachmieter, Vermieter und wer wann in der Wohnung steht
Bei einer Rückgabe reden selten nur zwei Leute miteinander. Der Vermieter will übergeben, die Hausverwaltung schickt jemand anderen als angekündigt, der Nachmieter möchte vorher ausmessen, und ein Handwerker soll am Tag darauf streichen. Sobald der Räumtag feststeht, geben Sie ihn an alle Beteiligten weiter, dann löst sich das meiste von selbst.
Treffen Nachmieter und Räumung am selben Tag zusammen, wird es im Treppenhaus eng. In den Altbauten im Ulrichsviertel ist die Laufbreite knapp, ein Aufzug fehlt, und zwei Mannschaften kommen sich in Gegenrichtung ins Gehege. Dann teilen wir die Zeit: vormittags raus, nachmittags rein. Ein Tag Abstand ist besser.
Wohnen Sie nicht in Augsburg, geht es trotzdem. Ein Termin zum Aufmaß genügt, den Rest klären wir am Telefon, und für den Schlüssel findet sich über Hausverwaltung oder Nachbarschaft ein Weg. Zur Übergabe selbst sollten Sie oder eine bevollmächtigte Person anwesend sein, weil dort ein Protokoll unterschrieben wird.
Wenn die Kündigungsfrist drückt
Manchmal liegt zwischen Entscheidung und Rückgabe nur eine Woche: Der Mietvertrag endet, eine Miete läuft weiter, oder der Vermieter hat selbst gekündigt. Dann wird aus der ruhigen Räumung eine Terminsache. Machbar ist das, es braucht aber mehr Kräfte am selben Tag und lässt wenig Zeit zum Durchsehen.
Was in dieser Lage hilft: früh sagen, dass es eilt, und uns das Datum nennen statt der Zimmerzahl. Wir sehen dann zuerst in den Kalender und sagen Ihnen, ob es geht, bevor über Geld geredet wird. Ein Termin, der nicht zu halten ist, nützt niemandem, und das sagen wir lieber gleich.
Geht es nicht mehr, bleiben zwei Wege. Entweder wird die Wohnung in zwei Etappen geleert, große Stücke zuerst, oder der Hausrat geht übergangsweise in unser Lager und wird später sortiert. Der zweite Weg kostet Lagertage, verschafft aber Luft, wenn Angehörige noch nicht entschieden haben.
Was nach der Übergabe noch kommt
Mit dem Protokoll ist die Sache meist erledigt, aber nicht immer. Wird ein Mangel notiert, läuft eine Nachbesserung, und dafür braucht es Unterlagen: Angebot, Rechnung, auf Wunsch den Belegsatz der Annahmestelle über die Entsorgung. Wir halten das vor und schicken es nach, wenn die Hausverwaltung danach fragt.
Zwei Punkte sind nach der Rückgabe am häufigsten offen. Erstens die Kaution, die erst zurückkommt, wenn die Abrechnung durch ist. Zweitens Gegenstände, die niemand zuordnen konnte und die wir nicht einfach entsorgen: Die stehen beiseite, und wir fragen nach, statt eine Entscheidung für Sie zu treffen.
Häufige Fragen
Fragen rund um Rückgabe und Übergabetermin
Mitten im Monat genügt meist eine Woche zwischen Anfrage und Räumtag. Zum Monatsersten und besonders Ende September und Ende März sollten es drei bis vier Wochen sein. Nennen Sie uns beim ersten Anruf das Rückgabedatum, dann sagen wir sofort, ob der Kalender das trägt.
In der Regel ja, weil sie im Mietvertrag mit der Wohnung vermietet sind. Vergessen wird regelmäßig der Stellplatz im Hof oder ein Fahrradkeller mit eigenem Schlüssel. Bringen Sie zum Aufmaß alle Schlüssel mit, die zur Wohnung gehören, dann messen wir alles in einem Durchgang auf.
Ja, als eigene Zeile im Angebot. Loser Teppich ist in zwei Stunden draußen, verklebter kann einen halben Tag dauern, je nachdem, was darunter liegt. Deshalb heben wir beim Aufmaß eine Ecke an, statt am Telefon eine Zahl zu nennen, die später nicht hält.
Den Mietvertrag, das Einzugsprotokoll von damals, die Zählerstände mit Datum und beide Schlüsselsätze samt Keller und Briefkasten. Das Einzugsprotokoll ist der wichtigste Zettel überhaupt, weil darin steht, in welchem Zustand Sie die Wohnung übernommen haben. Fehlt er, zählt am Ende, was der Vermieter notiert.
Kleinigkeiten ja, wenn wir es morgens erfahren: ein vergessener Schrank im Keller, eine Lampe, die doch abgenommen werden soll. Alles, was eine Stunde und mehr braucht, verschiebt die Übergabe. Darum der Puffertag; er ist genau für diese Fälle da und kostet nichts, außer dass er im Kalender steht.
Der Termin läuft unabhängig von der Einigung. Was hilft: eine Person benennen, die ansprechbar ist und unterschreiben darf. Was wir nicht zuordnen können, gehen wir nicht pauschal durch, sondern stellen es beiseite. Wie wir mit mehreren Beteiligten arbeiten, steht auf unserer Seite zur Haushaltsauflösung.
Bei einem und bei zwei Zimmern in der Regel ja. Drei Zimmer mit Keller und Speicher sind ein langer Tag oder anderthalb, im Altbau ohne Aufzug eher anderthalb. Wir sagen Ihnen die Zahl der Tage beim Aufmaß und nicht nur den Betrag, weil Sie damit den Vermieter terminieren.
Das gehört häufig mit dazu
Ein Puffertag gehört zum Plan
Zwischen Räumtag und Übergabe lassen wir einen Tag Abstand. Was dort auffällt, lässt sich noch beheben, statt im Protokoll als Mangel zu landen.
Lässt sich vor dem Haus keine Stellfläche freihalten, melden wir sie vorher bei der Stadt an
Der Betrag je Zimmerzahl steht schriftlich im Angebot und wird am Umzugstag nicht nachgerechnet
Vorher schauen wir uns die Räume an, und dieser Termin erscheint auf keiner Rechnung
Es erscheint die Besetzung, die im Angebot benannt ist, und niemand sonst
Wann geht der Schlüssel zurück
Mit diesem Datum fängt die Planung an.
